Samstag, 28. Mai 2005
Vielleicht stärker als je zuvor nimmt diese Welt sich als eine einzige Welt wahr. Und sie tut es, weil ihr keine Wahl mehr bleibt. Dem Gefühl, den Mächten der globalen Entwicklung ohnmächtig ausgesetzt zu sein, wollte der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag konkrete Handlungsoptionen entgegenstellen: „Wie wollen wir handeln?“
"Bilanz: Von Bohnen und Politikern" vollständig lesen
Sein kurzer Besuch auf dem Kirchentag diente der europäischen Friedenspolitik. Daniel Vernet, ehemaliger Chefredakteur der französischen Tageszeitung Le Monde und heute ihr Direktor für internationale Beziehungen, war am Samstagvormittag zu Gast auf dem Podium zum Thema „Europa als Friedensmacht“.
"Daniel Vernet: Ablehnung der EU-Verfassung hätte fatale Folgen" vollständig lesen
„Wir müssen miteinander reden, nicht von oben herab“, sagte Seine königliche Hoheit Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien. „Und nach dem Kirchentag müssen wir uns fragen, was wir erreicht haben.“
"Das Beste, was mir widerfahren ist – Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien auf dem Kirchentag" vollständig lesen
Sagen die Franzosen „Oui“ oder „Non“ zur EU-Verfassung? Wie geht es dann weiter mit Europa, vor allem außenpolitisch? Eine Diskussionsrunde darüber, wie viele Waffen das geeinte Staatengebilde haben soll.
"Frieden schaffen mit Waffen?" vollständig lesen
„Europa muss zusammenarbeiten, um die Umwelt nachhaltig zu sichern“, sagte Prinz El Hassan bin Talal aus Jordanien im Gespräch mit kirchentag.de. Der Prinz forderte die Regierungen der Welt auf, gemeinsam gegen die drohende Klimakatastrophe anzugehen.
"Klimaschutz ist eine supra-nationale Aufgabe" vollständig lesen
Die Welt muss gerechter werden. Deshalb macht sich der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover 2005 dafür stark, die Millennium Development Goals (MDG) endlich umzusetzen. Diese Ziele hatte der UNO-Millenniumsgipfel im September 2000 festgelegt. Kirchentag.de dokumentiert die Resolution:
"Globalisierung: Resolution des Kirchentags" vollständig lesen
In einer liturgischen Feier zur Halbzeit der Dekade „Gewalt überwinden" wurden die deutschen Delegierten für die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Porto Alegre, 14. bis 23. Februar 2006, ausgesendet.
"Ministerpräsident Wulff schlägt Staatsvertrag mit Muslimen vor" vollständig lesen
Mehr Entwicklungshilfe, Bekämpfung von Armut und eine faire Teilhabe islamischer Länder am Welthandel. Dafür plädierte der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seinem Vortrag über die Herausforderungen deutscher Politik unter globalen Bedingungen.
"Mehr Entwicklungshilfe fordert Richard von Weizsäcker" vollständig lesen
Von den Menschen, nicht von der Politik erhofft sich Prof. Erwin Laszlo neue Lösungen. Im Gespräch mit Kirchentag.de plädiert der Mitbegründer des Club of Rome für weniger Konsum, weniger Verschwendung - und sagt, warum der Club of Rome ausgedient hat:
"Selbst anpacken - nicht auf die Politiker hoffen" vollständig lesen
Freitag, 27. Mai 2005
Für Pflegedienste und Behindertenheime sind sie eine willkommene Hilfe, vor allem aber sind sie billig: die Ein-Euro-Jobber. Seit Anfang des Jahres müssen Langzeitarbeitlose gemeinnützige Arbeit leisten, falls sie nicht ihr Arbeitslosengeld gekürzt bekommen wollen. Symbolische Entlohnung: ein Euro pro Stunde.
"Helfen unter Zwang" vollständig lesen
Gerhard Pfau ist einer der letzten seiner Art. Er trägt Schwarz inmitten von Bundeswehrgrau – und betreut zusammen mit einem Kollegen die letzte Militärkirchengemeinde Deutschlands.
"Die Soldatengemeinde" vollständig lesen
"Inhuman." Deutliche Worte gegen die Abschiebung von Migranten, die jahrelang mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus in Deutschland gelebt haben. Sie kamen von Marieluise Beck, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration:
"Multikulturelle Gesellschaft braucht neue Konsense" vollständig lesen
Macht es einen Unterschied, ob ein Mensch aus Ost- oder Westdeutschland stammt? Prägt die Heimat die Menschen in ihrem Wesen? Unsere Reporterin hat Besucher nach ihrer Meinung gefragt.
"Nur die Erwachsenen sagen manchmal Ossis und Wessis" vollständig lesen
„Ich bin Provinzler.“ „Ich auch.“ Ossi und Wessi, Metropolen-Bewohner und Dörfler reden über ihre Heimat. Nicht immer harmonisch.
"Ost. West. Dorf. Metropole. Was ist Heimat?" vollständig lesen
„Hauptsache, die wollen uns hier nicht nur nach dem Schnabel reden.“ War der Kirchentag wirklich eine Wahlkampfbühne? Wie reagieren die Kirchentagsbesucher auf die Politiker? Unser Reporter hat nachgefragt:
"„Manchmal ist Glaube eben Politik“" vollständig lesen
„Was könnte man mit dem Geld, das für den Irak-Krieg ausgegeben wird, alles tun?“ Bundeskanzler Gerhard Schröder betonte auf einer Podiumsdiskussion des Evangelischen Kirchentags die führende Rolle Deutschlands in der Entwicklungspolitik.
Die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai lobte die Haltung Deutschlands im Irak-Krieg und forderte verstärkte Maßnahmen für eine gerechtere Nord-Süd-Politik.
"Kanzler, Krieg und Kirchentag" vollständig lesen
Ehrenamt statt Dauerurlaub und verkrustete Strukturen. Für eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und eine höhere gesellschaftliche Anerkennung von Ehrenamtlichen warben Vertreter von Hilfsorganisationen, Politik und Wirtschaft.
"Kitt der Gesellschaft" vollständig lesen
Ein Interview mit Michael Gleich, Initiator des Projektes „Peace Counts“ über Friedensjournalismus, Quoten und Zirkuspferde.
"Frieden? Wen interessiert das schon." vollständig lesen
„Heimat grenzt aus!“, sagte Claudia Roth, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Diese Aussage war ebenso umstritten wie die Frage danach, ob Heimat ein Ort ist, oder ein Gefühl.
"Europa, Dörpen oder Paris? Was ist Heimat?" vollständig lesen
Viertel nach Acht, Nachrichten an. Doch was ist das? Nur gute Nachrichten, nur schöne Dinge passiert. Eine Diskussion über Medien, Quoten und Eiapopeia-Fernsehen mit Wolfgang Thierse als Politiker – und Mediennutzer:
"Anfälle von Trübsinn und warum McDonalds gefährlicher als Al Kaida sein soll" vollständig lesen